Start Neuigkeiten Naziüberfall im Mai in Pforzheim

PostHeaderIcon Naziüberfall im Mai in Pforzheim

Vor drei Tagen berichtete Indymedia über eine Nazi-Attacke in Pforzheim im Mai:

"50 Nazis überfallen Döner-Bude in Pforzheim

Ein ganzer Stoßtrupp von Nazis hat einen hilflosen Döner-Besitzer in der Nordstadt angegriffen. Die mit Stahlknüppeln schwer bewaffneten Banditen trugen Jacken mit der Aufschrift "Klagt nicht, kämpft". Sie drohten, das kleine Geschäft anzuzünden und zu zerstören. Der türkische Inhaber konnte sich mit einer Kundin gerade noch in den Laden retten und die Tür verriegeln. Als die herbeigerufene Polizei endlich kam, waren die Nazi-Schläger verschwunden. Die Suche nach ihnen blieb erfolglos. 
Der Überfall fand bereits am Freitag, den 21. Mai gegen 21.30 Uhr statt und wurde von der Polizei bis jetzt (6. Juni) nicht bekannt gegeben. Warum die Beamten bei einem so massiven Verbrechen keine großräumige Fahndung eingeleitet haben, bleibt ein Rätsel. Lediglich die Nebenstraßen seien durchsucht worden, so ein Polizist. Und dies, wenn man weiß, welche Großaufgebote die "Ordnungshüter" bei weit weniger schlimmen Vorkommnissen in Marsch setzen. Der Überfall kam erst durch einen "Zufall" an die Öffentlichkeit, weil der Grüne Bundestagsabgeordnete Memet Kilic auf einer Veranstaltung darüber berichtete. Warum hat die Polizei bis jetzt geschwiegen? Währenddessen muss der angegriffene Türke wohl um sein Leben fürchten.

Die Umtriebe und Gewalttaten von Neo-Nazis in Pforzheim reißen nicht ab. Der jetzige Angriff auf den Döner-Mann ist wohl das Resultat eines zu laschen Vorgehens der hiesigen Behörden gegen die rechtsextremen Verbrecher. Was soll werden, wenn Neo-Nazis in Pforzheim nur zu milden Bewährungsstrafen verurteilt werden, wie kürzlich durch den CDU-Richter Hermann Meyer? Die "Ex-Goldstadt" entwickelt sich immer mehr zur Nazi-Hochburg im Land. Jedes Jahr am 23. Februar (dem Gedenktag der Bombenzerstörung) dürfen die Rechtsextremen von "Herz für Deutschland" und dem "Heidnischen Sturm" auf dem Wartberg mit einer "Mahnwache" im martialischen Fackelschein ungestört für ihre Ziele werben. Die vorwiegend jungen Gegendemonstranten werden hingegen kriminalisiert und durch Polizei-Großeinsätze behindert. Die Behörden machen sich so für die schlimmen Übergriffe auf ausländische Mitbürger mitschuldig. Die Verantwortlichen bei Stadt, Polizei und Justiz scheinen nichts dazu zu lernen. Und derweil wird das Image unserer Stadt in ganz Deutschland immer schlechter."

Quellen:

Indymedia, 50 Nazis überfallen Döner-Bude in Pforzheim, 07.06.2010
PZ-News, 50 Neonazis greifen mit Stahlknüppeln Döner-Laden an, 04.06.2010

Kommentare

avatar Torpedorocker
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willkommen in der Realität. Warum muss es erst dazu kommen, dass sich mehrere Antifa Gruppen nach verzweifelter Arbeit in Pforzheim auflösten, linke AktivistInnen kriminalisiert wurden und zum Schluß sogar vom Verfassungsschu tz dauerhaft überwacht wurden? Um den Nazis noch mehr Freiraum zu geben? Solch eine Politik kann es nur in Pforzheim oder Ost-Deutschland geben :(
Warum wurde 1999 das AZ Schlauch geschloßen, warum wurden über Jahre hinweg die Gegendemonstrat ionen zum 23. Februar als ein Verbrechen hingestellt, warum gab es immer wieder Einschüchterungsversuc he der Stadt Pforzheim gegenüber linken AktivistInnen?

Genau, um das braune Pack bald wieder marschieren zu sehen und um neue noch menschenveracht entere Gesetze zu erfinden, die dann klangheimlich auf alle Menschen und nicht nur die Neonazis angewendet werden.

ich könnte nur noch kotzen, kotzen und noch mals kotzen und das am liebsten ins Rathaus...

Alerta Antifascista
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avatar Pacotes
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Very good stuff.
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