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Bei der Kommunalwahl 2009 errang der Sänger der Kassierer, Wolfgang “Wölfi” Wendland (46) einen Sitz in der Bezirksvertretung Wattenscheid. Der parteilose Kandidat kandidierte auf Listenplatz 1 der Linkspartei. Diese holte bei der Wahl nach dem vorläufigen Endergebis ca. 6% der Stimmen und konnte damit ihr Wahlergebnis in Wattenscheid mehr als
verdoppeln. Damit ist die LINKE mit einem Sitz in der Bezirksvertretung präsent.

Wendland begann seine politische Karriere in der APPD (Anarchistischen Pogo-Partei Deutschlands) als Schattenminister für Gesundheit und Drogen bei der Wahl 1998. Zuvor war er Mitglied der CDU, die ihn jedoch wegen seiner APPD-Kandidatur ausschloss. 2005 kandidierte er als Kanzlerkandidat der APPD und war Mitinitiator des legendären Wahlkampfspots ( welcher vom damaligen Innenminister Schily als “eine Schande für Deutschland” bezeichnet wurde. Nach der Spaltung der APPD in Alt-APPD und POP (Pogo-Partei) wechselte Wendland wie die meisten Aktivisten in die Pogo-Partei.

Sein kommunalpolitisches Engagement begann Wendland 2006 mit der Forderung nach einem Kulturzentrum in Wattenscheid und der Gründung der “Aktionsgemeinschaft Kulturzentrum Wattenscheid”. Um dieser Forderung Nachdruck zu verleihen, organisierte er in den Sommermonaten 2007 und 2008 zahlreiche Kundgebungen in der Wattenscheider Innenstadt, bei denen
u.a. Livebands, Comedians und Theatergruppen auftraten. Es ist zu erwarten, dass sein politisches Engagement nach seiner Wahl weiter in diese Richtung gehen wird.

Erfreuliches Detail am Rande: Die bisher mit einem Sitz vertretene NPD hat es nicht geschafft, mit ihrem Spitzenkandidaten Claus Cremer erneut in die Bezirksvertretung einzuziehen. Die NPD verlor fast die Hälfte ihrer Stimmen. Vor der Wahl warnte Cremer auf der Homepage der NPD Wattenscheid vor dem “Punkchaoten” Wendland. Cremer ist gleichzeitig Landesvorsitzender der NRW-NPD und vorbestraft wegen antisemitischer Äußerungen bei einer Rede im Jahr 2005.

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